Obstbrennerei

Oßmann

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 Die Brennerei

 

Im Jahre 1930 wurde das Brennrecht von Herr Johann Häfner erworben  und seither immer weiter vererbt.

Mit ihrem Fassungsvermögen von 260 ltr. gehört sie zu den Größten in Privatbesitz.

Die Brennerei steht für stets gute Qualität aus frischen Früchten, die zum größten Teil aus eigenem Anbau stammen und von Hand auf ihre Reife und Frische geprüft werden.

Noch im alten Zweifach-Branntverfahren hergestellt.

Das heißt, zuerst wird das vergorene Obst gebrannt und dann nochmals der Rohbrand, der noch aus mehr Wasseranteilen wie Alkohol besteht.

So entsteht ein reiner und sauber Obstbrand.

 

 

Die ca. 1930 gebaute Brennerei wurde 1972 von Holz- auf Öl-Feuerung umgebaut und ist seither unverändert in Betrieb.

 

Also noch ein Stück Nostalgie von meinen Urgroßvater!

 

Wie man an den Wänden erkennen kann, hat sie auch ihre Tücken!

 

Das im Wasserbad befindliche Wasser wird mit der Zeit so dick wie Öl, welches man bei Überdruck ablässt. Der Dampf kommt als schwarze Dunstwolke und setzt sich fest.

 

Der nächste Anstrich ist gewiss!

 

(siehe oben)

 

Auch der Ölbrenner ist Marke Eigenbau der Firma, die die Brennerei umgebaut hat und ist nur mit dem "Know how" zum laufen zu bekommen, so wie manche andere alte Maschine.

Am Tag der Offenen Brennerei (17.10.2004) habe ich durch einen Besucher von der Ehefrau des leider zu früh verstorbenen Kupferschmiedes Hubert aus Hirschaid erfahren. Dieser Kupferschmied war eine Koryphäe auf dem Gebiet der Brennereien und hat auch meine umgebaut.

 

 

 

Geschichtliches - Ursprung der Alkoholproduktion

 

Es wird vermutet, dass die erste zielgerechte Herstellung von Alkohol in die Zeit um 6000 v. Chr. fällt. Der Waldbienenhonig nimmt Wasser aus der Umgebungsluft auf und verdünnt sich damit selbst, und ist so für die Alkohol produzierenden Microorganismen leicht vergärbar.

5500 v. Chr. wurde dann zum ersten Mal Früchte zu Alkohol vergoren. Früchte konnten für lange Zeit haltbar gemacht werden, wenn man sie presste, den austretenden Saft sammelte und vergor, die angefallenen Pressrückstände (Treber) trocknete und für schlechte Zeiten, wie den Winter, aufhob.
So konnte die Ernährung auch weitestgehend in den ertragschwachen Jahreszeiten durch Trockenfrüchte, aber eben auch energie- und vitaminreichen Wein bzw. Fruchtwein sichergestellt werden.


Bald darauf wurden auch  stärkehaltige Rohstoffe wie Getreide zu Alkohol verarbeitet.


Erst die Alchimisten (1000  - 1100 n. Chr.) errangen mit ihrem Forscherdrang entscheidene Fortschritte – teilweise unter gewagten experimentellen Prozessen.


Die Alchmisten nannten ihr aus Wein gewonnenes Destillat Aqua vitae (Wasser des Lebens) oder Al-kuhul (arabisch: weiße Reinheit). Sie waren der Meinung, dass das Destillat ein Medikament sei, und probierten es an Kranken aus. Mit dem Ergebnis, dass mit diesen meist hochprozentigen Destillaten allerlei Krankheiten der Psyche, Wurmleiden oder Ausschläge geheilt oder gelindert werden konnten. Die Wirsamkeit steigerten sie durch Zugabe von heilenden Kräutern, Essenzen und Gewürzen.

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